Bereits seit März 2024 ist die Dienstwohnung im Pastorat zu Braderup nicht mehr bewohnt – und es wird absehbar zu keiner Besetzung der Pfarrstelle mehr kommen. Zudem ist seit Juli 2025 das Kirchenbüro der Kirchengemeinde nicht mehr im Pastorat zu Braderup zu finden – es wurden neue Räume im Kirchenhof Klixbüll bezogen.
Seit Anfang 2026 ist der komplette Betrieb des Gemeindesaals des Pastorats zu Braderup eingestellt. Das stark renovierungs- bzw. sanierungsbedürftige Pastorat zu Braderup ist vom Denkmalamt des Landes Schleswig-Holstein begutachtet worden und es wurde von dort aus als Gebäude ohne besonderen Denkmalwert eingestuft.
Der Kirchengemeinderat Braderup-Klixbüll hat bereits beschlossen, das Pastorat möglichst zeitnah an das neu gegründete Liegenschaftswerk des Kirchenkreises Nordfriesland zu übertragen. Hierdurch bleibt diese Liegenschaft mit seinem historischen Pastorat dauerhaft in kirchlicher Hand.
Nahezu jede der 57 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Nordfriesland besitzt eine oder mehrere Immobilien, deren Betrieb sie sich schlicht aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten kann.
Der Leiter des Liegenschaftswerkes des Kirchenkreises Nordfriesland hat zusammen mit Vertretern des Gemeinderates der Gemeinde Braderup und des Kirchengemeinderates der Kirchengemeinde Braderup-Klixbüll überlegt, welche Nachnutzung für das Pastorat Braderup mit seinem Gemeindesaal sinnvoll wäre.
Das erste Konzept ist inzwischen fertig und abgestimmt und sieht nun vor, dass der vorhandene Altbestand an Gebäude saniert werden soll, wobei insgesamt vier Wohnungen entstehen sollen – zwei im Pastorat und zwei im Gemeindesaal.
Der Plan zeigt eine erste Entwurfsplanung.

In einem 2. Bauabschnitt sollen weitere drei Wohnungen als Neubau entstehen. Im 3. und letztem Bauabschnitt folgen nochmals weitere drei Wohneinheiten sowie eine Gebäudeeinheit, die als Gemeinschaftsfläche genutzt werden soll.
Insgesamt würden so 13 Mietwohnungen und eine Gemeinschaftsfläche entstehen. Die Wohnungsgrößen betragen im Altbestand zwischen 75 und 110 m². Die ebenerdig und barrierefrei gebauten Neubauten sind alle deutlich kleiner gehalten – die Wohnflächen liegen hier zwischen 41 und 60 m². Die Gesamtinvestition beträgt ersten Schätzungen zufolge 2.800.000 €.
Momentan wird durch das Liegenschaftswerk eine Bauvoranfrage an die Bauabteilung des Kreises Nordfriesland gestellt.
