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Der Regionen-Prozess im Kirchenkreis Nordfriesland

Im September 2020 hat die Synode des Kirchenkreises Nordfriesland die Aufteilung des Kirchenkreises mit seinen 57 Kirchengemeinden in neun Regionen beschlossen.

Die Lage aller neun Kirchengemeinden der Region III Gotteskoog-See, zu der die Kirchengemeinde Braderup-Klixbüll zugeordnet ist, finden Sie auf der folgenden Karte.

Die Kirchengemeinden Neukirchen, Rodenäs, Aventoft, Horsbüll, Emmelsbüll-Neugalmsbüll, Klanxbüll, Niebüll, Süderlügum-Humptrup und Braderup-Klixbüll bilden die Region III Gotteskoog-See.

In einem Regionenprozess sollen nun die Kirchengemeinden, die der Region III Gotteskoog-See angehören, einen tragfähigen Vorschlag entwickeln, wie trotz sinkender Personal- und Finanzressourcen ihre Region auch weiterhin mit Leben gefüllt werden kann. Der Prozess ist bereits in vollem Gange.

Aktuell befindet sich die Region in einer Zwischenphase zwischen den Regionalkonferenzen III und IV, wobei die Konferenz IV bereits den Abschluss des Prozesses bildet. Auf der Synode des Kirchenkreises Nordfriesland am 14. November wird es zu einem bindenden Grundsatzbeschluss zur Struktur jeder einzelnen Region kommen.

Für den Fall, dass es einzelne Regionen wider Erwarten nicht schaffen, einen eigenen Vorschlag für ihre Region zu entwickeln, wird es einen Vorschlag des Kirchenkreisrates des Kirchenkreises Nordfriesland dazu geben, denn der Druck ist außerordentlich hoch und es muss gehandelt werden.

Denn Propst Lenz hat es in seinem Beitrag erwähnt: bis 2036 wird sich die Gesamtzahl der innerhalb der Nordkirche zur Verfügung stehenden Pfarrpersonen von 1400 auf etwa 700 – 750 reduzieren. Im Jahr 2024 waren für die neun Kirchengemeinden, die seit 2020 die Region III Gotteskoog-See bilden, noch 6 PastorInnen tätig.

Ab 2030, also in vier Jahren, werden der Region III Gotteskoog-See nur noch maximal 3,5 PastorInnen zur Verfügung stehen.

Im Jahr 2026 hat es an die neun regionszugehörigen Kirchengemeinden der Region III Kirchensteuerzuweisungen in Höhe von insgesamt 488.710,36 € gegeben. Davon entfielen auf die Kirchengemeinde Braderup-Klixbüll 64.380 €.

2027 sollen an die Kirchengemeinden der Region Gotteskoog-See nur noch 405.629,60 € fließen können. Das ist ein Minus von 83.080,76 € oder eine Zuweisungskürzung von 17 %. Für die Jahre 2028 und 2029 werden weitere Kürzungen von mindestens 5% im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Für die Kirchengemeinde Braderup-Klixbüll bedeutet dies, dass es im Jahr 2029 eine Kirchensteuerzuweisung von nur noch 48.285 € geben wird.

Daraus folgt natürlich ein hoher Handlungsdruck. Die im Ge-samthaushalt der Kirchengemeinde Braderup-Klixbüll anteilig hohen Personal- und auch Energiekosten werden in Zukunft weiter deutlich steigen und gleichzeitig werden die Einnahmen aus der Kirchensteuerzuweisung deutlich sinken.

Die Kirchengemeinde Braderup-Klixbüll wird es in der Zukunft wohl nicht so heftig treffen wie manch andere Kirchengemeinde. Verschiedene Rücklagen sind gut gepflegt worden. Die Alef-Stiftung mit ihrem gutem Kapitalstock sichert die Jugend- und Seniorenarbeit. Und die rund 50 ha Grundvermögen der Kirchengemeinde erweisen sich nun als echter Anker in diesen stürmischen Zeiten. Die Pacht- und Sondererträge aus den erneuerbaren Energien gleichen den Ausfall an Kirchensteuermitteln gesichert aus.

Dennoch wird es Veränderungen innerhalb der Kirchengemeinde geben.

Ein Bericht von Stephan Schirmer (stellvertretender KGR-Vorsitzender der KG Braderup-Klixbüll)